Holz-Apfel – Malus sylvestris

Der Holzapfel ist die einzige in Mitteleuropa heimische Wildapfelart und [...]

Malus sylvestris Frucht LA 3 Kopie - Verein regionale Gehölzvermehrung

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Der Holzapfel ist die einzige in Mitteleuropa heimische Wildapfelart und wächst als kleiner bis mittelgroßer Baum mit Höhen von 5–10 m, selten bis zu 15 m. Er bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und gedeiht auf nährstoffreichen, frischen bis mäßig trockenen Böden. In Österreich kommt er vor allem in lichten Laub- und Auwäldern, an Waldrändern sowie in Hecken vor. Der Holzapfel ist ausgesprochen anpassungsfähig und verträgt sowohl sommerliche Trockenheit als auch zeitweise Überflutungen. Im April und Mai erscheinen zahlreiche weiß bis zart rosafarbene Blüten, aus denen sich im Herbst kleine, gelbgrüne Äpfel entwickeln. Die Früchte sind fest und säuerlich-herb, werden nach Frosteinwirkung jedoch milder und sind eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Tierarten. Holzäpfel können 100 bis 150 Jahre alt werden.

Wer darauf steht

Die Blüten des Holzapfels werden von zahlreichen Bestäubern im Frühjahr besucht. Die Früchte werden von Vögeln sowie von Wildtieren wie Rehen, Hirschen, Wildschweinen, Füchsen und Kleinsäugern gerne gefressen. Alte Bäume mit Höhlen und rissiger Borke bieten darüber hinaus Lebensraum für Spechte, Fledermäuse und zahlreiche Insekten.

Wofür er taugt(e)

Seine kleinen Früchte können zu Gelee, Saft, Most oder Edelbrand verarbeitet werden und wurden früher auch als natürliches Geliermittel genutzt. Aufgrund seiner hohen ökologischen Bedeutung, seiner Robustheit und seiner Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Standorte eignet sich der Holzapfel hervorragend zur Förderung naturnaher Wälder, Streuobstwiesen und strukturreicher Landschaften. Obwohl unsere Kulturäpfel von einer asiatischen Art abstammen, könnte auch der Holzapfel eine wichtige Ressource für die Züchtung robuster und klimaangepasster Obstsorten sein.

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