Gewöhnliche Hasel – Corylus avellana
Die Gewöhnliche Hasel wächst als mehrstämmiger Strauch oder kleiner Baum und [...]

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Die Gewöhnliche Hasel wächst als mehrstämmiger Strauch oder kleiner Baum und erreicht Höhen von etwa 3–7 m. Sie ist eine anspruchslose, heimische Gehölzart und gedeiht auf nährstoffreichen, humosen und eher frischen Böden. Die Hasel ist frosthart und kommt sowohl an sonnigen Waldrändern als auch im Halbschatten gut zurecht. Bereits im Spätwinter erscheinen die auffälligen männlichen Kätzchen, während die unscheinbaren weiblichen Blüten später daraus die bekannten Haselnüsse entwickeln.
Wer darauf steht
Die Hasel ist besonders für viele Insekten und Tiere wertvoll. Ihre frühen Blüten liefern durch ihre Windbestäubung zwar keinen Nektar, aber reichlich Pollen für Bienen und andere Insekten. Die Haselnüsse sind eine wichtige Nahrung für Eichhörnchen, Mäuse, Spechte, Eichelhäher und zahlreiche weitere Tiere. Der dichte Wuchs bietet zudem Schutz- und Nistmöglichkeiten für Vögel. Die Hasel ist ein besonders wertvolles Gehölz für die gleichnamige Haselmaus. Dieser seltene Kleinsäuger nutzt dichte Haselsträucher als Lebensraum, findet dort Nahrung und baut kugelförmige Nester in der Vegetation. Die energiereichen Haselnüsse sind eine wichtige Herbstnahrung, mit der sich die Haselmaus Fettreserven für den Winter anlegt.
Wofür sie taugt
Die Haselnüsse sind vielseitig nutzbar und werden frisch, geröstet oder zu Öl verarbeitet verwendet. Oft sind die begehrten Früchte aber bereits von Wildtieren gepflückt, bevor wir Menschen zum Ernten kommen. Das biegsame Holz wurde traditionell für Flechtwerk, Stäbe und Werkzeugstiele verwendet.