Gutenstein-Rose – Rosa gutensteinensis

Die großen, aufrechten Sträucher dieser Wildrosenart zeichnen sich durch teilweise [...]

Rosa gutensteinensis Bluete HR Kopie - Verein regionale Gehölzvermehrung

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Inhaltsverzeichnis

Die großen, aufrechten Sträucher dieser Wildrosenart zeichnen sich durch teilweise kräftig karminrote Blüten, blaugrün bis purpurn getönte Blätter, rotblau überlaufene Zweige und gefiederte Kelchblätter aus. Ihre natürliche Verbreitung umfasst die Ausläufer
der Alpen von Wien bis zum Schneeberg. Man kann sie auch als Unterart der Rotblatt-Rose (Rosa glauca) einordnen. In Österreich kommt sie vor allem in den östlichen und südlichen Kalkgebieten an Waldrändern, in lichten Wäldern, Hecken und Gebüschen vor. Von Juni bis Juli erscheinen zart rosafarbene, ungefüllte Blüten mit fünf Kronblättern. Im Herbst reifen kleine, leuchtend rote Hagebutten heran, die lange am Strauch verbleiben.

Wer darauf steht

Die offenen Blüten sind eine wertvolle Pollenquelle für Wildbienen, Honigbienen, Hummeln und zahlreiche weitere bestäubende Insekten. Die dornigen Zweige bieten Singvögeln geschützte Nistmöglichkeiten und dienen vielen Kleintieren als Rückzugsort. Die Hagebutten werden im Herbst und Winter von Drosseln, Finken und anderen Vogelarten sowie von Kleinsäugern gefressen. Als seltene Wildrose trägt die Gutenstein-Rose zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in Hecken, Waldrändern und Trockenstandorten bei.

Wofür sie taugt

Die Gutenstein-Rose eignet sich hervorragend für naturnahe Hecken, Böschungen und extensiv gepflegte Gärten. Ihre Hagebutten sind essbar und können – wie jene anderer Wildrosen – zu Tee, Marmelade oder Mus verarbeitet werden. Aufgrund ihrer guten Trockenheitsverträglichkeit und ihres hohen ökologischen Werts ist sie eine empfehlenswerte Gehölzart für klimaangepasste Pflanzungen. Mit ihrer zarten Blüte, den dekorativen Früchten und ihrem Nutzen für zahlreiche Tierarten verbindet sie hohen Zierwert mit großer Bedeutung für den Naturschutz.

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