Feld-Ulme – Ulmus minor
Die Feld-Ulme (Ulmus minor) – auch Rüster genannt – wächst [...]

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Die Feld-Ulme (Ulmus minor) – auch Rüster genannt – wächst als mittelgroßer bis großer Laubbaum und erreicht Höhen von 20–35 m. Sie bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige und frische bis feuchte Böden, verträgt aber auch zeitweise Trockenheit und Hitze. Die Feld-Ulme ist in weiten Teilen Europas heimisch und kommt in Österreich vor allem in Auwäldern, Laubmischwäldern sowie entlang von Flüssen und Feldrainen vor. Charakteristisch sind ihre rauen, asymmetrisch geformten Blätter mit doppelt gesägtem Blattrand sowie die kleinen, unscheinbaren Blüten, die bereits im zeitigen Frühjahr vor dem Blattaustrieb erscheinen. Die geflügelten Samen reifen schon im Frühsommer und werden vom Wind verbreitet. Feld-Ulmen können mehrere hundert Jahre alt werden.
Wer darauf steht
Die frühe Blüte liefert Pollen für Bienen und andere Insekten zu einer Zeit, in der das Nahrungsangebot noch gering ist. Zahlreiche Schmetterlingsarten, darunter der Ulmen-Zipfelfalter, sind auf Ulmen als Futterpflanzen für ihre Raupen angewiesen. Vögel nutzen die dichte Krone als Nistplatz und finden in der rissigen Borke Nahrung. Als heimische Baumart trägt die Feld-Ulme wesentlich zur Artenvielfalt in Wäldern und der Kulturlandschaft bei.
Wofür sie taugt
Die Feld-Ulme liefert ein hartes, zähes und unter Wasser besonders dauerhaftes Holz, das früher für Wagenräder, Werkzeugstiele, Möbel und Wasserbau verwendet wurde. Heute wird sie vor allem als ökologisch wertvoller Landschaftsbaum sowie zur Wiederherstellung naturnaher Wälder gepflanzt. Aufgrund ihrer guten Hitzeverträglichkeit gilt sie als interessante Baumart für den Klimawandel. Allerdings werden viele Bestände durch das Ulmensterben, eine durch Pilze verursachte Krankheit, die von Ulmensplintkäfern übertragen wird, stark beeinträchtigt. Widerstandsfähige Herkünfte und Neuzüchtungen tragen dazu bei, die Feld-Ulme langfristig als charakteristische heimische Baumart zu erhalten.