Projekte der RGV

Manche Projekte begleiten uns seit Jahrzehnten, andere widmen sich einer konkreten Forschungsfrage oder bauen neue Strukturen in einer Region auf. Wir sammeln und vermehren, forschen, vermitteln Wissen und arbeiten mit Partner:innen aus Naturschutz, Landwirtschaft und Wissenschaft zusammen. Hier findest du einen Überblick über unsere eigenen Projekte und Vorhaben, an denen wir beteiligt sind.

Fruchtbesammlung Lonicera AS Klein - Verein regionale Gehölzvermehrung
USP Icon regionales saatgut 250 - Verein regionale Gehölzvermehrung

Regionales Saatgut

USP Icon veranstalter heckentag 250 - Verein regionale Gehölzvermehrung

Veranstalter Heckentag

USP Icon kompetenzzentrum 250 - Verein regionale Gehölzvermehrung

Kompetenzzentrum

USP Icon regionale herkunft 250 - Verein regionale Gehölzvermehrung

Garantiert heimische Herkunft

VIELE PROJEKTE, EIN GEMEINSAMES ZIEL

Vermehrung Gebietseigener Wildgehölze Nieder­österreich 1993-laufend

Besammlertreffen Noe - Verein regionale Gehölzvermehrung

In Niederösterreich liegen die Wurzeln der Regionalen Gehölzvermehrung. Seit 1993 werden wild wachsende Gehölzbestände erfasst, Saatgut gesammelt und heimische Bäume und Sträucher vermehrt. Über viele Jahre ist daraus ein Netzwerk aus Besammler:innen, Baumschulen, Fachleuten und weiteren Partner:innen entstanden.

Aufeinander aufbauende Projekte haben die Arbeit laufend weiterentwickelt. Heute geht es neben der praktischen Vermehrung auch darum, die gewachsenen Strukturen langfristig zu sichern und gebietsheimische Gehölze für Naturschutz, Landwirtschaft und andere Pflanzungen verlässlich verfügbar zu machen.

Projekt 2025-2026

Projektbeschreibung

Das Projekt sichert die Sammlung, Aufbereitung und Vermehrung gebietseigener Wildgehölze in Niederösterreich. Saatgut wird aus ausgewählten natürlichen Mutterbeständen gewonnen, dokumentiert und über Partnerbaumschulen zu heimischen Gehölzen herangezogen. Gleichzeitig werden die bestehenden Strukturen weiterentwickelt. Dazu gehören die Zusammenarbeit mit Besammler:innen und Baumschulen, die nachvollziehbare Dokumentation der Herkunft sowie Überlegungen, wie die regionale Gehölzvermehrung langfristig organisiert und finanziert werden kann. So soll gebietsheimisches Pflanzenmaterial auch über einzelne Förderperioden hinaus verfügbar bleiben.

Organisation und Finanzierung:

  • Antragsnummer:
  • Projektlaufzeit: 15.05.2025 bis 31.03.2027
  • Projektträger und Projektleitung: Verein Regionale Gehölzvermehrung
  • Förderung: Land Niederösterreich und Europäische Union

Ziele:

  • Erhaltung der regionalen genetischen Vielfalt heimischer Wildgehölze und Sicherung gebietseigener Herkünfte für die langfristige Verwendung in Niederösterreich.
  • Beitrag zur Erhaltung und Wiederherstellung naturnaher Lebensräume und damit zu den Zielen der FFH Richtlinie und der Vogelschutz Richtlinie sowie des Natura 2000 Netzes in Niederösterreich.
  • Beitrag zu den Biodiversitätszielen des Landes, Österreichs und der Europäischen Union, unter anderem durch die Verwendung gebietseigener Gehölze und die Vermeidung von Florenverfälschung.
  • Unterstützung ökologischer Vernetzung und widerstandsfähiger Landschaften durch heimische Hecken, Feldgehölze und andere Gehölzstrukturen.
  • Langfristige Sicherung der regionalen Gehölzvermehrung, damit gebietseigenes Pflanzenmaterial auch unabhängig von einzelnen Förderperioden verfügbar bleibt.

seit 1993

Geschichte

Die regionale Gehölzvermehrung in Niederösterreich begann 1993 und wurde seither über zahlreiche aufeinanderfolgende Projekte weiterentwickelt. Was zunächst in kleinerem Rahmen aufgebaut wurde, wuchs mit den Jahren zu einem niederösterreichweiten Programm. Neue Regionen und Arten kamen hinzu, Erfahrungen aus der Praxis flossen in die nächsten Projektphasen ein und aus ersten Ansätzen entstanden dauerhafte Strukturen.

Ein wichtiger Schritt gelang 2024: Seither wird der Niederösterreichische Heckentag ohne Fördermittel durchgeführt und wirtschaftlich eigenständig getragen. Die Einnahmen kommen dem Vereinszweck zugute und unterstützen damit die weitere Arbeit rund um heimische Gehölze.

Nach mehr als 30 Jahren richtet sich der Blick nun verstärkt darauf, auch die regionale Gehölzvermehrung langfristig abzusichern und schrittweise unabhängiger von einzelnen Förderperioden weiterzuführen.

9280c95ea4b37426af97eb795b42f596 Logoleiste laendl entwicklung - Verein regionale Gehölzvermehrung
Logoleiste EU NOE ELER1 2020 scaled - Verein regionale Gehölzvermehrung

Regionale Gehölz­vermehrung
Steiermark 2024-Laufend

Team Steiermark Anna Schocher - Verein regionale Gehölzvermehrung

Was als Pilotprojekt im Naturpark Südsteiermark begann, wird gemeinsam mit dem Verein Naturparke Steiermark auf die gesamte Steiermark ausgeweitet. Gemeinsam mit Naturparken, Gemeinden, Baumschulen und weiteren Partner:innen entsteht ein regionales Netzwerk für heimische Wildgehölze. Sammelbestände werden erschlossen, Saatgut wird gewonnen, Pflanzen werden herangezogen und Wissen rund um Herkunft und Verwendung weitergegeben.

Mehrere aufeinander aufbauende Projekte schaffen dafür die notwendigen Strukturen. Das gemeinsame Ziel: Heimische Gehölze aus steirischem Saatgut dauerhaft verfügbar zu machen und sie wieder dort wachsen zu lassen, wo sie hingehören.

Projekt 2024-2027

Projektbeschreibung

Das Kooperationsprojekt „Regionale Gehölzvermehrung Steiermark 2024–2027“ baut gemeinsam mit Naturparke Steiermark eine regionale Saatgutproduktion für heimische Wildgehölze auf. Dafür werden geeignete Sammelbestände erschlossen, ein Besammlungsteam aufgebaut und Saatgut gewonnen und vermehrt. Herkunft und Nachverfolgbarkeit werden dabei sorgfältig dokumentiert. Begleitend entstehen Bildungsangebote und Schaugärten, während ein Netzwerk aus Naturparken, Gemeinden, Behörden und Baumschulen aufgebaut wird. Ziel ist, gebietsheimische Gehölze langfristig verfügbar zu machen und damit Biodiversität und genetische Vielfalt in der Steiermark zu stärken. Das Projekt trägt zur steiermarkweiten Initiative „Naturverbunden Steiermark“ bei, welche die Förderung des Biotopverbundes in der Steiermark zum Inhalt hat.

Organisation und Finanzierung:

  • Antragsnummer: LE-77-02-STMK-2024-34591
  • Projektlaufzeit: 18.10.2024 bis 31.12.2027
  • Projektträger & Gesamtprojektleitung: Verein Regionale Gehölzvermehrung
  • Kooperationspartner: Verein Naturparke Steiermark
  • Förderung: Land Steiermark und Europäische Union

Ziele:

  • Erhaltung, Verbesserung und Wiederherstellung von naturschutzfachlich wertvollen Flächen, die schützenswerte Lebensraumtypen oder Arten aufweisen, wobei ein Beitrag zur Erreichung der Ziele der FFH-Richtlinie 92/43/EWG, der Vogelschutz-Richtlinie 2009/147/EG, der Österreichischen Biodiversitätsstrategie 2030 und deren rechtliche Umsetzungsinstrumente der Landesnaturschutzgesetze und -strategien, der Nationalparkgesetze und der österreichischen Nationalparkstrategie, der Natur- und Biosphärenparkstrategien, dem Aktionsplan Neobiota, der Moorstrategie Österreich 2023+ oder der Ziele von internationalen Naturschutzübereinkommen (Bonner Konvention, Berner Konvention, Ramsar-Übereinkommen) geleistet werden soll.
  • Beitrag zum Schutz und zur Inwertsetzung der Biodiversität, Verbesserung von Ökosystemleistungen sowie des Naturraummanagements, Erhaltung, Verbesserung und Wiederherstellung von Lebensräumen und Arten, einschließlich der Bewusstseinsbildung für die Ziele des Naturschutzes
  • Beitrag zu biodiversitätsrelevanter Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimawandelanpassung
  • Verbesserung der Anwendung der Digitalisierung und von Innovationsprozessen im Naturschutz

Weiterführende Links:

Logoleiste A13GAPEU DE 2023 Naturschutz RGB - Verein regionale Gehölzvermehrung

Regionale Gehölz­vermehrung
Kärnten 2016-Laufend

D99924 Dabernig beim Ernten von Schneeball Fruechten 2 04 09 2017 RS Kopie 1 - Verein regionale Gehölzvermehrung

In Kärnten wächst seit mehreren Jahren gemeinsam mit der Arge NATURSCHUTZ ein Netzwerk rund um heimische Wildgehölze. Was mit ersten Erfahrungen im Krappfeld begann, wurde Schritt für Schritt auf weitere Regionen übertragen. Heute arbeiten Besammler:innen, Baumschulen, Naturschutz und regionale Partner:innen zusammen, damit Gehölze aus Kärntner Saatgut ihren Weg zurück in Gärten und Landschaften finden.

Dabei geht es um mehr als die Vermehrung von Pflanzen, denn es werden seltene Arten gesichert, das Wissen über regionale Bestände wächst und mit Wildgehölzgärten und dem Kärntner Heckentag wird die heimische Gehölzvielfalt für Kärntner:innen zugänglich.

Projekt 2025-2026

Projektbeschreibung

Mit dem Projekt „Regionale Gehölzvermehrung Kärnten 2024 bis 2026“ beginnt die nächste Ausbauphase. Bestehende Sammelbestände werden ergänzt, weitere Gehölzarten aufgenommen und zusätzliche Besammler:innen geschult. Eine Bedarfsanalyse hilft dabei, die benötigten Saatgutmengen künftig gezielter zu planen. Parallel werden Wildgehölzgärten weiterentwickelt, neue Kooperationen aufgebaut und die Abläufe zur Qualitätssicherung geprüft. So werden die Strukturen, die in den vergangenen Jahren entstanden sind, fachlich und organisatorisch weiter gefestigt.

Organisation und Finanzierung:

  • Antragsnummer: LE-77-02-KTN-2024-25876
  • Projektlaufzeit: 06.05.2024 bis 31.03.2027
  • Projektträger & Gesamtprojektleitung: Verein Regionale Gehölzvermehrung
  • Kooperationspartner: Arge NATURSCHUTZ
  • Förderung: Land Kärnten und Europäische Union

Ziele:

  • Erhaltung und Förderung der regionalen Gehölzvielfalt, einschließlich geschützter und gefährdeter Arten sowie ihrer genetischen Vielfalt.
  • Erhaltung, Verbesserung und Vernetzung von Lebensräumen für Arten der FFH Richtlinie, der Vogelschutz Richtlinie und der Roten Listen. Hecken und Feldgehölze schaffen unter anderem Lebensräume und Verbindungsstrukturen für Neuntöter, Zauneidechsen, Fledermäuse und zahlreiche Insekten.
  • Beitrag zu nationalen und internationalen Biodiversitätszielen, darunter die österreichische Biodiversitätsstrategie, das Kärntner Naturschutzrecht sowie Bonner und Berner Konvention, Ramsar Übereinkommen und CBD.
  • Beitrag zu Klimaschutz und Klimawandelanpassung durch vielfältige Gehölzstrukturen, die Böden stabilisieren, Wind bremsen, Kohlenstoff speichern und Lebensräume auch unter veränderten Bedingungen erhalten.
  • Bewusstseinsbildung und Vermittlung heimischer Gehölzvielfalt durch Heckentag, Wildgehölzgärten und Informationsangebote.

Weiterführende Links:

seit 2016

Geschichte

Vom Pilotprojekt zum Kärntner Heckentag

2016 begann die Regionale Gehölzvermehrung in Kärnten mit dem Pilotprojekt Krappfeld. Schon dort wurden rund 30 heimische Gehölzarten besammelt und vermehrt. Aus diesem ersten regionalen Ansatz entwickelte sich Schritt für Schritt ein größeres Netzwerk. 2021 folgte der erste Kärntner Heckentag. Was mit einem Standort in Klagenfurt begann, wurde in den folgenden Jahren erweitert. Villach kam 2022 dazu, später auch Seeboden. 2025 konnten die Pflanzen bereits an drei Standorten abgeholt werden.

Heute ist aus dem Pilotprojekt ein landesweites Netzwerk mit mehreren Abholstandorten, Partnern und einer jährlich wiederkehrenden Pflanzenabgabe geworden. Die Entwicklung zeigt gut, wie aus einem kleinen regionalen Start ein dauerhaftes Angebot für heimische Wildgehölze in Kärnten entstehen kann.

6 Foeg Leiste LKGAPEU DE 2025 4C RGB - Verein regionale Gehölzvermehrung
logoleiste le ktn bearbeitet - Verein regionale Gehölzvermehrung

Wildgehölz­monografie
2007-laufend

Sorbus aria Bluete Lea Andres 3 rotated - Verein regionale Gehölzvermehrung

Seit 2007 widmen wir ausgewählten heimischen Wildgehölzen eigene Monografien. Sie erzählen, was eine Art besonders macht, welche Rolle sie in der Natur spielt und wie vielfältig sie genutzt werden kann. Fachwissen, praktische Erfahrungen und anschauliche Geschichten machen dabei auch weniger bekannte Gehölze zugänglich.

Projekt 2025-2026

Projektbeschreibung

Mit der Aktion „NÖ Wildgehölz des Jahres“ rücken jedes Jahr ausgewählte heimische Gehölzarten in den Mittelpunkt. Es entstehen zwei reich illustrierte Monografien, die verständlich Wissen zu Ökologie, Besonderheiten, Verwendung und Bedeutung der jeweiligen Art vermitteln. Ergänzt werden sie durch weiterführende Online-Inhalte und Aktionen der RGV. 2025 stand der Wollige Schneeball im Mittelpunkt, 2026 folgt die Mehlbeere.

Organisation und Finanzierung:

  • Antragsnummer: ABB-LEAL-128/0001
  • Projektlaufzeit: 01.04.2025 bis 21.03.2027
  • Projektträger & Gesamtprojektleitung: Verein Regionale Gehölzvermehrung
  • Förderung: Niederösterreichischer Landschaftsfonds

Ziele:

  • Wissen über heimische Wildgehölze vermitteln und ihre Besonderheiten, ökologische Bedeutung und Verwendung verständlich zugänglich machen.
  • Bewusstsein für gebietsheimische Gehölze stärken und ihren Wert für Natur und Landschaft sichtbar machen.
  • Praktische Verwendung fördern, indem Wissen und Pflanzen der jeweiligen Jahresart für Bevölkerung, Gemeinden, Vereine und weitere Akteur:innen zugänglich gemacht werden.
  • Für Arten- und Lebensraumschutz sensibilisieren und die Bedeutung heimischer Gehölze für den Erhalt wertvoller Lebensräume vermitteln.

Weiterführende Links:

seit 2007

Geschichte

Die Reihe der Wildgehölzmonografien begann 2007 mit der Steinweichsel. In den folgenden Jahren wurden unter anderem Schlehe, Dirndl und Pimpernuss ausführlich porträtiert. Schon früh war die Idee dabei dieselbe: Arten, die oft übersehen werden, mit gut recherchiertem Wissen, Geschichten und praktischen Hinweisen wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken.

Mit der Zeit wurden die Monografien eng mit dem „NÖ Wildgehölz des Jahres“ und dem Heckentag verbunden. So standen etwa 2014 das Kriecherl, 2016 der Kreuzdorn, 2017 die Berberitze und 2024 die Edelkastanie im Mittelpunkt. Die jeweilige Monografie wurde dabei nicht nur veröffentlicht, sondern auch direkt über den Heckentag an interessierte Menschen weitergegeben.

Lafo Logo klein - Verein regionale Gehölzvermehrung

HeckenLEBEN 2023-2025

IMG 1730 - Verein regionale Gehölzvermehrung

Hecken begleiten unsere Kulturlandschaft seit Jahrhunderten. Doch welche Pflanzen werden tatsächlich von Wildbestäubern genutzt? Wie wichtig sind Säume, Totholz und die Umgebung einer Hecke? Und wie müssen Hecken aufgebaut sein, damit sie Nahrung, Rückzugsraum und Vernetzung bieten? Im österreichweiten Forschungsprojekt HECKENLEBEN haben wir diese Fragen gemeinsam mit Fachleuten aus Bestäubungsökologie und Vegetationskunde untersucht. Die Ergebnisse liefern erstmals umfangreiche Daten aus unterschiedlichen österreichischen Naturräumen und konkrete Empfehlungen für artenreiche Wildbestäuberhecken.

Projekt 2023-2025

Projektbeschreibung

Für HECKENLEBEN wurden 30 naturnahe Hecken in zehn österreichischen Großlandschaften über die Vegetationsperiode untersucht. Neben der Pflanzenvielfalt und dem Aufbau der Hecken wurden ihre Umgebung, ihre Vernetzung mit anderen Lebensräumen sowie die vorkommenden Blütenbesucher erfasst. Die Untersuchungen reichten von botanischen Kartierungen über Pollen- und Nektarmessungen bis zur Erfassung unterschiedlicher Insektengruppen. Auch die Frage, über welche Entfernungen Bestäuber Pollen zwischen Gehölzbeständen transportieren, wurde experimentell untersucht. Aus den Daten entstanden Empfehlungen für Wildbestäuberhecken, die an die unterschiedlichen Naturräume Österreichs angepasst sind.

HECKENLEBEN zeigt, wie wichtig vielfältige, naturnahe Hecken für Wildbestäuber sind. Aus den österreichweiten Erhebungen entstanden konkrete Empfehlungen für standortgerechte Hecken mit abgestimmten Blühzeiten und artenreichen Säumen. Die Erkenntnisse fließen direkt in unsere Heckenpakete, Pflanzempfehlungen und Bildungsangebote ein und wurden zusätzlich über Webinare, Exkursionen und eine Fachtagung weitergegeben. Mehr zu den Ergebnissen gibt es in unserer Heckenleben-Monografie.

Organisation und Finanzierung:

  • Projektnummer: C321114
  • Projektlaufzeit: 11.08.2023 bis 31.12.2025
  • Projektträger & Gesamtprojektleitung: Verein Regionale Gehölzvermehrung
  • Förderung: Biodiversitätsfonds (BMLUK und Europäische Union)
  • Bestäubungsökolog:innen: Kathrin Grobbauer, Johann Neumayer, Katharina Pospisil, Martin Schlager

Ziele:

  • Wildbestäuber und Pflanzenvielfalt in naturnahen Hecken erfassen und dabei auch gefährdete Arten berücksichtigen.
  • Die Beziehungen zwischen Blütenpflanzen und ihren Besuchern untersuchen, um zu verstehen, welche Gehölze und Saumpflanzen für unterschiedliche Bestäubergruppen besonders wertvoll sind.
  • Die Bedeutung von Hecken als Lebensraum und Vernetzungselement untersuchen, einschließlich ihrer Umgebung und ihrer Verbindung zu weiteren Landschaftsstrukturen.
  • Eine Monitoringmethode für lineare Landschaftselemente erproben, die bestehende österreichische Biodiversitätsmonitorings ergänzt.
  • Fachlich fundierte Empfehlungen für Wildbestäuberhecken entwickeln, angepasst an die zehn natürlichen Großlandschaften Österreichs.
  • Das gewonnene Wissen weitergeben, durch Webinare, Exkursionen, einen Bestimmungsworkshop, eine Fachtagung und eine eigene Wildbestäuber-Monografie.
Weiterführende Links:
1 Foeg Leiste BundGAPEU DE 2025 RGB - Verein regionale Gehölzvermehrung

Wildobst 2021-2024

Speierling aus Ordner Heino Konrad - Verein regionale Gehölzvermehrung

Wildbirne, Elsbeere und Speierling sind selten geworden, können aber künftig stärker an Bedeutung gewinnen. Sie liefern wertvolles Holz, bieten Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Arten und gelten als interessante Baumarten für wärmere und trockenere Bedingungen. Das Projekt untersucht, wo geeignete Herkünfte vorkommen, wie groß ihre genetische Vielfalt ist und welche Bestände langfristig gesichert werden sollten.

Projekt 2025-2026

Projektbeschreibung

Im Wildobst-Projekt des Bundesforschungszentrums für Wald wurden Vorkommen von Wildbirne, Elsbeere und Speierling kartiert und genetisch untersucht. Die Modellregion war der Biosphärenpark Wienerwald. Aus den Daten zu Populationsstruktur, Genfluss und Verbreitung wurden Grundlagen für Schutz, Saatgutgewinnung und künftige Anbauempfehlungen entwickelt. Auch Klimamodelle wurden herangezogen, um geeignete Anbaugebiete für die Zukunft abzuschätzen.
Organisation und Finanzierung:
  • Projektlaufzeit: 01.09.2021 bis 31.03.2025
  • Projektträger & Gesamtprojektleitung: Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft
  • Förderung: Waldfonds

Ziele:

  • Vorkommen erfassen und bewerten: Die Bestände von Wildbirne, Elsbeere und Speierling werden kartiert und hinsichtlich ihrer Struktur, Biodiversität und Fragmentierung untersucht.
  • Genetische Vielfalt sichern: Die genetische Vielfalt natürlicher Bestände und bestehender Generhaltungsplantagen wird untersucht. Damit lässt sich beurteilen, welche Vorkommen sich besonders für Saatgutgewinnung und Generhaltung eignen.
  • Potenzial im Klimawandel bestimmen: Mithilfe von Klimamodellen wird untersucht, wo die drei Wildobstarten künftig geeignete Bedingungen vorfinden und welches Anbaurisiko zu erwarten ist.
  • Genetische Ressourcen langfristig erhalten: Für besonders wertvolle Vorkommen werden Strategien zur Erhaltung vor Ort und zur Sicherung außerhalb der natürlichen Bestände entwickelt.
  • Isolierte Vorkommen besser vernetzen: Am Beispiel des Wienerwaldes wird untersucht, wie fragmentierte Populationen miteinander verbunden und damit ihre genetische Vielfalt langfristig gesichert werden können.
  • Wissen für die Praxis nutzbar machen: Aus den Ergebnissen entstehen Empfehlungen zu geeigneten Herkünften, Standorten, Saatgutbeständen und Generhaltungsmaßnahmen für Waldbau und Naturschutz.

Weiterführende Links:

1 Foeg Leiste BundGAPEU DE 2025 RGB - Verein regionale Gehölzvermehrung

Regionale Gehölz­vermehrung
Salzburg 2020-2024

Exkursion Salzburg Besammlung 1 - Verein regionale Gehölzvermehrung

Im Rahmen von „Wild & Kultiviert“ hat die RGV gemeinsam mit den Salzburger Partner:innen die Regionale Gehölzvermehrung in Salzburg aufgebaut. Von der Erschließung geeigneter Wildbestände über die Besammlung bis zur Vermehrung entstand Schritt für Schritt eine regionale Struktur, die heimische Gehölze aus Salzburger Herkünften verfügbar macht. Die RGV war bis 2024 am Projekt beteiligt. Das Folgeprojekt wird in Salzburg ohne den Verein weitergeführt.

Projekt 2020-2024

Projektbeschreibung

Mit dem Projekt Regionale Gehölzvermehrung Salzburg wurde von 2020 bis 2024 eine regionale Saatgut- und Pflanzenproduktion für heimische Wildgehölze aufgebaut. Dafür wurden Sammelbestände in sechs Herkunftsregionen erschlossen, Gehölze besammelt und Saatgut für die weitere Vermehrung gewonnen. Insgesamt wurden 54 Arten besammelt, rund 25 kg Saatgut gewonnen und über 3.000 Pflanzen produziert.

Parallel dazu fanden im eigenen Projekt Salzburger Wildgehölzevents Veranstaltungen zur Pflanzenabgabe und Wissensvermittlung statt. Dazu gehörten das Weidenfest, das Wildgehölzsymposium und der erste Salzburger Wildgehölztag 2024.

Organisation und Finanzierung:

  • Antragsnummern: 16.05.2A/2020/01 und 16.05.2A-2021-02
  • Projektlaufzeit: 05.08.2020 bis 31.07.2024
  • Projektträger & Gesamtprojektleitung: Verein Regionale Gehölzvermehrung
  • Kooperationspartner: Naturschutzabteilung Land Salzburg
  • Förderung: Land Salzburg und Europäische Union

Ziele:

  • Aufbau einer landesweit funktionierenden Saatgutproduktion für heimische Wildgehölze aus den sechs Salzburger Herkunftsregionen.
  • Erhaltung der genetischen Vielfalt der regionalen Wildgehölzflora, mit besonderem Augenmerk auf seltene, gefährdete und geschützte Arten.
  • Beitrag zur Erhaltung und Entwicklung von Lebensräumen für Arten der FFH-Richtlinie, der Vogelschutz-Richtlinie und der Roten Listen. Dazu gehören etwa Neuntöter, Fledermäuse, Zauneidechse und Heckenwollafter.
  • Vernetzung von Lebensräumen durch heimische Gehölzstrukturen innerhalb und außerhalb von Schutzgebieten.
  • Erhaltung des regionalen Kulturlandschaftscharakters und des Landschaftsbildes durch Gehölze, die aus den jeweiligen Salzburger Regionen stammen.
  • Beitrag zu Klimaschutz und Klimawandelanpassung durch Gehölzstrukturen, die Wind bremsen, Böden stabilisieren, Wasseraufnahme verbessern, Schatten schaffen und Kohlenstoff speichern.
  • Wissen über heimische Wildgehölze vermitteln und Bevölkerung, Gemeinden sowie Fachleute für deren ökologische und regionale Bedeutung sensibilisieren. Die begleitenden Wildgehölzevents machten dieses Wissen praktisch erlebbar.

Weiterführende Links:

logoleiste le sbg bearbeitet - Verein regionale Gehölzvermehrung

Weitere Projekt­Beteiligungen

Field trip Heckenleben 4 Lea Andres - Verein regionale Gehölzvermehrung

Unser Wissen ist auch in Projekten anderer Organisationen gefragt. Je nach Vorhaben arbeiten wir als Projektpartner mit oder übernehmen klar definierte Leistungen im Auftrag. Das reicht von Besammlung und Vermehrung heimischer Gehölze über Fragen zur regionalen Herkunft bis zu Bestäubungsökologie und fachlicher Beratung. Auf dieser Seite findest du eine Auswahl an Projekten, an denen wir mitgearbeitet haben.

Aktuelle & Abgeschlossene

Projekte

Hier geht’s zu einigen weiteren Projekten, bei denen wir beteiligt sind und waren:

1 Foeg Leiste BundGAPEU DE 2025 RGB - Verein regionale Gehölzvermehrung