Häufig gestellte Fragen
Boden & Standort
Ja, Mulchen kann sehr sinnvoll sein. Eine Mulchdecke kann helfen, den Unkrautdruck zu verringern, die Bodenfeuchtigkeit länger zu halten und den Boden vor Erosion zu schützen. Gerade bei frisch gesetzten Pflanzen kann das ein Vorteil sein. Wichtig ist aber, das richtige Material zu verwenden und nicht zu viel aufzubringen. Frisch gemähtes Gras ist nur bedingt geeignet, weil es den Boden ungünstig beeinflussen kann. Besser geeignet sind zum Beispiel gehäckseltes Elefantengras oder Hackschnitzel. Rindenmulch kann ebenfalls verwendet werden, sollte aber mit Vorsicht eingesetzt werden. Zu beachten ist außerdem, dass Mulch beim Verrotten Stickstoff bindet. Dieser Stickstoff steht der Pflanze vorübergehend nicht zur Verfügung, wodurch es zu Mangelerscheinungen oder gelblichen Blättern kommen kann. Mulchen ist also sinnvoll, sollte aber maßvoll und mit geeignetem Material erfolgen.
Wie tief der Boden gelockert werden muss, hängt stark vom Bodentyp ab. Bei schweren, lehmigen oder staunassen Böden kann ein tieferes Pflanzloch sinnvoll sein, damit mögliche Stauschichten durchbrochen werden oder unter der Pflanze eine Drainageschicht eingebracht werden kann. Bei leichten, sandigen Böden reicht meist eine oberflächliche Lockerung aus. Zusätzlich sollte der Bereich rund um die Pflanze, also die Baumscheibe, möglichst frei von starkem Unkrautbewuchs gehalten werden. So hat die junge Pflanze weniger Konkurrenz um Wasser, Nährstoffe und Licht.
Eine Kalkung sollte nicht pauschal durchgeführt werden. Sinnvoll ist zuerst eine Bodenprobe, um den pH-Wert, die Bodenzusammensetzung und den Nährstoffhaushalt zu prüfen. Gerade bei größeren Pflanzprojekten ist es empfehlenswert, sich vorab ein klares Bild vom Boden zu machen. Wenn die Bodenanalyse zeigt, dass Kalk notwendig oder sinnvoll ist, kann eine Kalkung eine gute Maßnahme sein. Ohne vorherige Bodenprobe sollte jedoch nicht einfach auf Verdacht gekalkt werden.
Eine Verbesserung der Erde kann sinnvoll sein, vor allem bei schweren oder verdichteten Böden. Wichtig ist dabei in erster Linie, die Erde gut aufzulockern und das Bodengemisch durchlässiger zu machen. Bei schweren Böden kann zum Beispiel Sand beigemischt werden, damit die Wurzeln leichter einwachsen können. Zurückhaltung ist bei großen Düngergaben wichtig. Die Erde soll vor allem strukturverbessert werden, nicht überdüngt. Ein lockerer, gut durchdringbarer Boden ist für junge Pflanzen meist hilfreicher als ein stark gedüngtes Pflanzloch.
Es gibt verschiedene Zusätze und Bodenhilfsstoffe, die beim Anwachsen unterstützen können. Viele Produkte können sinnvoll sein und werden auch in der Baumschule eingesetzt. Gerade im ersten Jahr ist jedoch Zurückhaltung wichtig. Die junge Pflanze soll zunächst selbst anwurzeln, sich stabilisieren und am Standort etablieren. Zusätze, Düngung oder weitere Beimengungen können später, etwa im zweiten oder dritten Jahr, gezielter eingesetzt werden. Direkt bei der Pflanzung ist ein lockerer, gut durchlässiger Boden wichtiger als viele zusätzliche Mittel.
Dünger im Pflanzloch sollte sehr zurückhaltend eingesetzt werden. Gerade junge Wurzeln reagieren empfindlich, und eine Überdüngung kann sie schädigen oder sogar „verbrennen“. Frischer Kompost und mineralischer Dünger gehören daher nicht direkt ins Pflanzloch. Sinnvoller als ein stark gedüngter Boden ist ein gut gelockerter, durchlässiger Boden, den die Wurzeln leicht durchdringen können. Bodenhilfsstoffe können je nach Situation helfen, das Bodengefüge zu verbessern. Klassische Düngergaben sollten jedoch vorsichtig und nicht direkt an die jungen Wurzeln gebracht werden.
Eine gute Bodenvorbereitung ist sinnvoll. Entscheidend ist vor allem, dass der Boden locker, leicht und gut durchlässig ist. Wichtiger als große Mengen Kompost im ersten Jahr ist ein Boden, den die jungen Wurzeln gut durchdringen können. Eine zusätzliche Bodenverbesserung oder Düngung kann später, etwa im zweiten oder dritten Jahr, erfolgen. Beim Pflanzen selbst sollte der Fokus darauf liegen, den Pflanzen einen gut gelockerten und durchlässigen Startbereich zu schaffen.
Bei schweren oder verdichteten Böden sollte der Boden vor dem Pflanzen gut aufgelockert werden. Wenn eine stauende Schicht vorhanden ist und Wasser schlecht abfließen kann, kann im unteren Bereich des Pflanzlochs eine Drainageschicht, zum Beispiel mit Schotter, sinnvoll sein. Zusätzlich kann die Pflanzerde teilweise mit Sand vermischt werden, damit ein durchlässigeres Bodengemisch entsteht. So können sich die Wurzeln leichter ausbreiten und besser einwachsen.
Wichtig ist, das Pflanzloch ausreichend groß auszuheben, damit die Wurzeln vollständig und ohne Knicken oder Einrollen hineinpassen. Die Pflanze wird so eingesetzt, dass der Übergang zwischen Wurzel und oberirdischem Pflanzenteil wieder auf Höhe der Erdoberfläche liegt. Danach wird die Erde sauber eingefüllt und rund um die Pflanze gut angedrückt, damit die Wurzeln Kontakt zum Boden bekommen.
Heckentag
Eine Stütze ist vor allem bei aufgeschulten Pflanzen und Bäumen sinnvoll, die im Verhältnis zu ihrer Wurzel bereits einen hohen oberirdischen Spross haben. Dazu zählen zum Beispiel Obstbäume, Solitärpflanzen oder Zierbäume. Solche Pflanzen können bei Starkregen oder Wind leichter umfallen und sollten in den ersten Jahren gestützt werden. Die hier beschriebenen Wildgehölze brauchen in der Regel keine Stütze. Sie werden in einer Größe gesetzt, in der sie noch keine große Windangriffsfläche haben und gut selbstständig stehen lernen können.
Nach dem Einsetzen der Pflanze und dem Auffüllen des Pflanzlochs sollte die Erde rund um die Pflanze gut angedrückt werden. Dafür reicht es in der Regel, die Erde mit den Füßen vorsichtig anzutreten. Das eigene Körpergewicht genügt normalerweise, um den Boden ausreichend rückzuverdichten. Wichtig ist: Die Erde soll festen Kontakt zu den Wurzeln bekommen, aber nicht komplett verdichtet oder „festgestampft“ werden. So bleibt der Boden stabil, aber dennoch durchlässig.
Das Pflanzloch ist dann groß genug, wenn die Wurzeln der Pflanze vollständig und ohne Knicken, Einrollen oder Zusammendrücken hineinpassen. Ob das Pflanzloch eher breit oder eher tief ausgehoben wird, ist zweitrangig. Entscheidend ist, dass das gesamte Wurzelwerk sauber Platz findet und die Pflanze richtig eingesetzt werden kann.
Die wichtigsten Fehler lassen sich vermeiden, wenn auf ein paar Grundregeln geachtet wird: Die Wurzeln sollen gleichmäßig im Pflanzloch ausgebreitet werden und dürfen nicht geknickt oder eingerollt sein. Die Pflanze soll aufrecht im Pflanzloch stehen und in der richtigen Tiefe gesetzt werden. Nach dem Auffüllen muss die Erde rund um die Pflanze ordentlich angedrückt beziehungsweise angetreten werden, damit die Wurzeln guten Bodenkontakt bekommen. Anschließend wird die Pflanze gut angegossen. Wer diese Punkte beachtet, macht bei der Pflanzung bereits sehr viel richtig.
Ja, Mulchen kann sehr sinnvoll sein. Eine Mulchdecke kann helfen, den Unkrautdruck zu verringern, die Bodenfeuchtigkeit länger zu halten und den Boden vor Erosion zu schützen. Gerade bei frisch gesetzten Pflanzen kann das ein Vorteil sein. Wichtig ist aber, das richtige Material zu verwenden und nicht zu viel aufzubringen. Frisch gemähtes Gras ist nur bedingt geeignet, weil es den Boden ungünstig beeinflussen kann. Besser geeignet sind zum Beispiel gehäckseltes Elefantengras oder Hackschnitzel. Rindenmulch kann ebenfalls verwendet werden, sollte aber mit Vorsicht eingesetzt werden. Zu beachten ist außerdem, dass Mulch beim Verrotten Stickstoff bindet. Dieser Stickstoff steht der Pflanze vorübergehend nicht zur Verfügung, wodurch es zu Mangelerscheinungen oder gelblichen Blättern kommen kann. Mulchen ist also sinnvoll, sollte aber maßvoll und mit geeignetem Material erfolgen.
Wie tief der Boden gelockert werden muss, hängt stark vom Bodentyp ab. Bei schweren, lehmigen oder staunassen Böden kann ein tieferes Pflanzloch sinnvoll sein, damit mögliche Stauschichten durchbrochen werden oder unter der Pflanze eine Drainageschicht eingebracht werden kann. Bei leichten, sandigen Böden reicht meist eine oberflächliche Lockerung aus. Zusätzlich sollte der Bereich rund um die Pflanze, also die Baumscheibe, möglichst frei von starkem Unkrautbewuchs gehalten werden. So hat die junge Pflanze weniger Konkurrenz um Wasser, Nährstoffe und Licht.
Die richtige Pflanztiefe hängt grundsätzlich von der Größe der Pflanze und ihres Wurzelbereichs ab. Je größer der Wurzelballen beziehungsweise das Wurzelwerk ist, desto größer muss auch das Pflanzloch sein.
Entscheidend ist aber bei großen wie kleinen Pflanzen derselbe Punkt: Die Pflanze soll wieder so tief gesetzt werden, wie sie zuvor im Boden gestanden ist. Orientierung gibt der Übergang zwischen oberirdischem Pflanzenteil und Wurzelbereich – oft ist dieser Bereich farblich gut erkennbar. Dieser Punkt sollte wieder ungefähr auf Höhe der Erdoberfläche liegen, mit einer Toleranz von etwa plus/minus einem Zentimeter.
Bei Obstbäumen ist zusätzlich wichtig, dass die Veredelungsstelle deutlich über der Erde bleibt. Bei Wildgehölzen orientiert man sich am ursprünglichen Bodenniveau beziehungsweise am sichtbaren Übergang zwischen Wurzel und Trieb.
Wenn die Pflanzen nach der Abholung nicht sofort gesetzt werden können, hängt die richtige Lagerung von der Dauer ab. Für zwei bis drei Tage reicht meist ein kühler, dunkler und vor Sonneneinstrahlung geschützter Raum. Wichtig ist, dass die Pflanzen nicht austrocknen und die Wurzeln vor Sonne, UV-Strahlung und Zugluft geschützt bleiben. Geeignet sind dafür zum Beispiel Pflanzen-Frischhaltesäcke aus dem Fachhandel oder aus der Baumschule.
Wenn die Pflanzen länger zwischengelagert werden müssen, etwa bis zum nächsten Wochenende oder für bis zu zwei Wochen, empfiehlt sich das sogenannte Einschlagen. Dafür wird mit dem Spaten eine kleine Grube oder Rinne gegraben, die Pflanzen werden hineingelegt beziehungsweise schräg eingesetzt und die Wurzeln mit Erde bedeckt. So können sie für zwei bis drei Wochen gut zwischengelagert werden.
Wie oft gegossen werden muss, hängt stark vom Wetter und vom Standort ab. Wenn es regelmäßig Niederschlag gibt, sollte möglichst wenig zusätzlich gegossen werden. Die Pflanze soll selbst Wurzeln bilden und aktiv nach Wasser suchen. Zu häufiges Gießen kann kontraproduktiv sein, weil die Pflanze dadurch „verwöhnt“ wird und weniger tief einwurzelt. Als Orientierung sind zu Beginn etwa drei kräftige Wassergaben mit jeweils rund 15 Litern möglich. Danach sollte die Pflanze zunehmend selbstständig am Standort zurechtkommen.
Nach dem Einsetzen sollte die Pflanze einmal gut eingeschlämmt werden. Das bedeutet: Die Pflanze wird kräftig angegossen, damit sich die Erde gut um die Wurzeln legt und Hohlräume geschlossen werden. Als Richtwert können zu Beginn etwa 10 Liter Wasser pro Pflanze sinnvoll sein. Dieses gründliche Angießen kann bei Bedarf ein zweites Mal wiederholt werden. Danach sollte man aber darauf achten, die Pflanze nicht dauerhaft zu verwöhnen. Ziel ist, dass sie selbst gut einwurzelt und lernt, sich am Standort zu versorgen.
Für die Pflanzung gibt es verschiedene geeignete Werkzeuge. Neben der Rohdener Haue oder Winkelhaue, wie sie häufig in der Forstwirtschaft verwendet wird, ist auch die Pflanzung im Spatenloch üblich. Je nach Projekt können außerdem Erdbohrer oder bei größeren Pflanzmengen sogar maschinelle Lösungen wie Fräspflüge eingesetzt werden. Welches Werkzeug am besten passt, hängt von mehreren Faktoren ab: verfügbare Mittel, Anzahl der Pflanzen, Gelände, Bodenbeschaffenheit und persönliche Vorlieben. Entscheidend ist weniger das einzelne Werkzeug, sondern dass das Pflanzloch groß genug ist und die Wurzeln sauber eingesetzt werden können.
Bei einer Wühlmausplage kann es helfen, natürliche Feinde zu fördern. Greifvögel wie Habicht, Bussard und andere Beutegreifer sowie auch Füchse können dazu beitragen, den Wühlmausbestand zu regulieren. Praktisch bedeutet das: Aufsitzstangen für Greifvögel schaffen, die Fläche für natürliche Jäger zugänglich halten und Lebensräume so gestalten, dass Beutegreifer unterstützt werden. Gerade bei stärkerem Wühlmausdruck können diese natürlichen Gegenspieler ein wichtiger Teil der Bekämpfung sein.
Zum Schutz gegen Wühlmäuse gibt es verschiedene Hilfsmittel. Der Klassiker ist ein Wühlmausgitter beziehungsweise ein Drahtgeflecht, das die Wurzeln im ersten Jahr schützt. Empfehlenswert ist unverzinktes Drahtgeflecht. Verzinkter Draht kann im Wurzelbereich problematisch sein, weil zu viel Zink an die Wurzeln gelangen und dort Schäden verursachen kann. Meist geht es vor allem darum, die junge Pflanze im ersten Jahr zu schützen. Unverzinkter Draht hält diese Phase gut aus und verrottet später im Boden. Solche Wühlmausgitter sind im spezialisierten Zubehörhandel oder in Baumschulen erhältlich.
Eine Kalkung sollte nicht pauschal durchgeführt werden. Sinnvoll ist zuerst eine Bodenprobe, um den pH-Wert, die Bodenzusammensetzung und den Nährstoffhaushalt zu prüfen. Gerade bei größeren Pflanzprojekten ist es empfehlenswert, sich vorab ein klares Bild vom Boden zu machen. Wenn die Bodenanalyse zeigt, dass Kalk notwendig oder sinnvoll ist, kann eine Kalkung eine gute Maßnahme sein. Ohne vorherige Bodenprobe sollte jedoch nicht einfach auf Verdacht gekalkt werden.
Zum Schutz vor Wildtieren gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten. Je nach Standort, Wilddruck und Pflanzenart kommen zum Beispiel massive Holzgitter, Kunststoffhüllen, Netzhüllen oder auch chemische beziehungsweise biologische Abwehrmittel infrage. Welche Lösung am besten passt, hängt stark von der konkreten Situation ab. Entscheidend ist, welche Tiere vor Ort vorkommen, wie stark der Verbissdruck ist und welche Pflanzen geschützt werden sollen. Bei Unsicherheit empfiehlt sich eine individuelle Beratung, damit die Schutzmaßnahme zur Pflanzung und zum Standort passt.
Eine Verbesserung der Erde kann sinnvoll sein, vor allem bei schweren oder verdichteten Böden. Wichtig ist dabei in erster Linie, die Erde gut aufzulockern und das Bodengemisch durchlässiger zu machen. Bei schweren Böden kann zum Beispiel Sand beigemischt werden, damit die Wurzeln leichter einwachsen können. Zurückhaltung ist bei großen Düngergaben wichtig. Die Erde soll vor allem strukturverbessert werden, nicht überdüngt. Ein lockerer, gut durchdringbarer Boden ist für junge Pflanzen meist hilfreicher als ein stark gedüngtes Pflanzloch.
Es gibt verschiedene Zusätze und Bodenhilfsstoffe, die beim Anwachsen unterstützen können. Viele Produkte können sinnvoll sein und werden auch in der Baumschule eingesetzt. Gerade im ersten Jahr ist jedoch Zurückhaltung wichtig. Die junge Pflanze soll zunächst selbst anwurzeln, sich stabilisieren und am Standort etablieren. Zusätze, Düngung oder weitere Beimengungen können später, etwa im zweiten oder dritten Jahr, gezielter eingesetzt werden. Direkt bei der Pflanzung ist ein lockerer, gut durchlässiger Boden wichtiger als viele zusätzliche Mittel.
Dünger im Pflanzloch sollte sehr zurückhaltend eingesetzt werden. Gerade junge Wurzeln reagieren empfindlich, und eine Überdüngung kann sie schädigen oder sogar „verbrennen“. Frischer Kompost und mineralischer Dünger gehören daher nicht direkt ins Pflanzloch. Sinnvoller als ein stark gedüngter Boden ist ein gut gelockerter, durchlässiger Boden, den die Wurzeln leicht durchdringen können. Bodenhilfsstoffe können je nach Situation helfen, das Bodengefüge zu verbessern. Klassische Düngergaben sollten jedoch vorsichtig und nicht direkt an die jungen Wurzeln gebracht werden.
Das Befeuchten der Wurzeln kann unmittelbar vor dem Pflanzen sinnvoll sein, sollte aber mit Vorsicht erfolgen. Durch das Benetzen entsteht mehr feuchte Oberfläche an der Wurzel, wodurch bei Luftzug, Sonne oder längerer Wartezeit sogar eine schnellere Austrocknung begünstigt werden kann. Wenn die Pflanzen direkt danach gesetzt werden, ist ein kurzes Befeuchten möglich. Wichtig ist aber, die Wurzeln anschließend nicht offen liegen zu lassen, sondern sie sofort zu pflanzen oder wieder geschützt abzudecken.
Eine desinfizierte Gartenschere ist nicht immer zwingend notwendig, schadet aber auf keinen Fall. Wenn kein sichtbarer Krankheitsbefall oder Krankheitsdruck an den Pflanzen besteht, ist die Desinfektion nicht dringend erforderlich. Empfehlenswert ist sie trotzdem, weil Krankheiten oft schon vorhanden sein können, bevor man sie eindeutig erkennt. Wenn an kranken oder geschwächten Pflanzen gearbeitet wird, sollte die Gartenschere unbedingt nach dem Schnitt desinfiziert werden. Dafür eignet sich ein geeignetes Desinfektionsmittel oder das gründliche Reinigen mit heißem Wasser.
Nein. Die Wurzeln sollten nicht ins Pflanzloch hineingedrückt, eingerollt oder „hineingewurschtelt“ werden. Wenn Wurzeln verdreht oder geknickt eingesetzt werden, kann es zu Drehwuchs kommen. Dabei wachsen die Wurzeln ungünstig weiter und können die Pflanze im schlimmsten Fall selbst abschnüren. Wichtig ist, dass das Pflanzloch groß genug ist und die Wurzeln gleichmäßig und locker darin Platz finden. Sind einzelne Wurzeln zu lang oder beschädigt, sollten sie sauber und maßvoll eingekürzt werden, statt sie einzurollen.
Ja, die Wurzeln können vor dem Pflanzen leicht eingekürzt werden. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn einzelne Wurzelteile beschädigt, überlang oder ungünstig geformt sind und sich schwer sauber ins Pflanzloch legen lassen. Durch das leichte Zurückschneiden entsteht ein gleichmäßigerer Wurzelbereich, der besser eingesetzt werden kann. Ein weiterer Vorteil: Saubere Schnittstellen regen die Bildung neuer Feinwurzeln und Verzweigungen an. Wichtig ist aber, die Wurzeln nur maßvoll zu schneiden. Sie dürfen nicht zu stark eingekürzt werden, damit das Verhältnis zwischen Spross und Wurzel erhalten bleibt. Die Pflanze soll angepasst werden, nicht „totgestutzt“.
Das Einkürzen der Pflanze hat mehrere Vorteile. Ein Rückschnitt fördert die Verzweigung, besonders wenn man eine schöne, mehrtriebige Pflanze erzielen möchte. Dafür schneidet man etwa einen Zentimeter oberhalb eines Triebs zurück. Außerdem erleichtert ein kürzerer oberirdischer Pflanzenteil das Anwachsen. Je weniger Sprossmasse die Wurzeln unmittelbar nach dem Setzen versorgen müssen, desto leichter kann die Pflanze einwurzeln und kräftig austreiben.
Wurzelnackte Pflanzen können vor dem Setzen eingeschlämmt werden. Dafür wird ein sehr nasses Erde-Wasser-Gemisch oder ein Sand-Erde-Wasser-Gemisch angerührt, in das die Wurzeln kurz eingetaucht werden. Das kann helfen, die Wurzeln gut zu benetzen und ihnen direkten Kontakt zu feuchter Erde zu geben. Nicht empfehlenswert ist es, wurzelnackte Pflanzen einfach in einen Kübel mit reinem Wasser zu stellen. Es sind keine Wasserpflanzen; die Wurzeln brauchen Erde beziehungsweise ein feuchtes Erdgemisch, nicht bloß Wasser.
Wurzelnackte Pflanzen sollten gar nicht in der Sonne liegen. Schon wenige Minuten direkte Sonneneinstrahlung, insbesondere UV-Strahlung, können die feinen Wurzeln stark schädigen. Deshalb müssen die Pflanzen bis zum Setzen immer vor Sonne, UV-Strahlung und Zugluft geschützt gelagert werden. Am besten bleiben die Wurzeln in einem Pflanz- oder Frischhaltesack, in einem feuchten Tuch oder geschützt in einem Kübel. Entscheidend ist, dass die Wurzeln nicht offen austrocknen und nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.
Wurzelnackte Pflanzen trocknen nicht automatisch aus, solange sie richtig behandelt und gelagert werden. Unter guten Lagerbedingungen können die Wurzeln deutlich mehr aushalten, als man oft vermutet. Wichtig ist, dass die Wurzeln geschützt bleiben und nicht offen Wind, Sonne oder Trockenheit ausgesetzt werden. Bei sachgemäßer Lagerung besteht keine unmittelbare Gefahr des Austrocknens.
Eine gute Bodenvorbereitung ist sinnvoll. Entscheidend ist vor allem, dass der Boden locker, leicht und gut durchlässig ist. Wichtiger als große Mengen Kompost im ersten Jahr ist ein Boden, den die jungen Wurzeln gut durchdringen können. Eine zusätzliche Bodenverbesserung oder Düngung kann später, etwa im zweiten oder dritten Jahr, erfolgen. Beim Pflanzen selbst sollte der Fokus darauf liegen, den Pflanzen einen gut gelockerten und durchlässigen Startbereich zu schaffen.
Bei schweren oder verdichteten Böden sollte der Boden vor dem Pflanzen gut aufgelockert werden. Wenn eine stauende Schicht vorhanden ist und Wasser schlecht abfließen kann, kann im unteren Bereich des Pflanzlochs eine Drainageschicht, zum Beispiel mit Schotter, sinnvoll sein. Zusätzlich kann die Pflanzerde teilweise mit Sand vermischt werden, damit ein durchlässigeres Bodengemisch entsteht. So können sich die Wurzeln leichter ausbreiten und besser einwachsen.
Der erforderliche Abstand richtet sich sowohl nach der Entfernung zum Nachbargrundstück als auch nach der gewählten Heckenart. Zur Grundstücksgrenze sollte ausreichend Platz eingeplant werden, als Richtwert gilt ein Abstand von mindestens etwa einem Meter. Der Pflanzabstand innerhalb der Hecke hängt vom Wuchs der Gehölze und dem gewünschten Endergebnis ab.
Bei großwachsenden Arten kann ein Abstand von bis zu 1,5 Meter zwischen den einzelnen Pflanzen sinnvoll sein, so können sie ihren natürlichen Habitus entwickeln. Für eine dichtere Sichtschutzhecke kann der Pflanzabstand auf bis zu 80 Zentimetern verringert werden.
Bei genügend Platz empfiehlt sich eine zweireihig versetzte Pflanzung, als quasi im Zick-Zack, so haben die einzelnen Pflanzen mehr Platz und sie bilden eine besinders dichte Hecke.
Wichtig ist, das Pflanzloch ausreichend groß auszuheben, damit die Wurzeln vollständig und ohne Knicken oder Einrollen hineinpassen. Die Pflanze wird so eingesetzt, dass der Übergang zwischen Wurzel und oberirdischem Pflanzenteil wieder auf Höhe der Erdoberfläche liegt. Danach wird die Erde sauber eingefüllt und rund um die Pflanze gut angedrückt, damit die Wurzeln Kontakt zum Boden bekommen.
Die beste Pflanzzeit für Wildgehölze ist der Herbst. In dieser Zeit ist der Boden noch relativ warm, und die Pflanzen können vor dem Winter bereits gut anwurzeln. Gleichzeitig profitieren sie über die Wintermonate von der natürlichen Bodenfeuchtigkeit. Das schafft gute Voraussetzungen für einen kräftigen Start im Frühjahr.
Lagerung & Transport
Wenn die Pflanzen nach der Abholung nicht sofort gesetzt werden können, hängt die richtige Lagerung von der Dauer ab. Für zwei bis drei Tage reicht meist ein kühler, dunkler und vor Sonneneinstrahlung geschützter Raum. Wichtig ist, dass die Pflanzen nicht austrocknen und die Wurzeln vor Sonne, UV-Strahlung und Zugluft geschützt bleiben. Geeignet sind dafür zum Beispiel Pflanzen-Frischhaltesäcke aus dem Fachhandel oder aus der Baumschule.
Wenn die Pflanzen länger zwischengelagert werden müssen, etwa bis zum nächsten Wochenende oder für bis zu zwei Wochen, empfiehlt sich das sogenannte Einschlagen. Dafür wird mit dem Spaten eine kleine Grube oder Rinne gegraben, die Pflanzen werden hineingelegt beziehungsweise schräg eingesetzt und die Wurzeln mit Erde bedeckt. So können sie für zwei bis drei Wochen gut zwischengelagert werden.
Das Befeuchten der Wurzeln kann unmittelbar vor dem Pflanzen sinnvoll sein, sollte aber mit Vorsicht erfolgen. Durch das Benetzen entsteht mehr feuchte Oberfläche an der Wurzel, wodurch bei Luftzug, Sonne oder längerer Wartezeit sogar eine schnellere Austrocknung begünstigt werden kann. Wenn die Pflanzen direkt danach gesetzt werden, ist ein kurzes Befeuchten möglich. Wichtig ist aber, die Wurzeln anschließend nicht offen liegen zu lassen, sondern sie sofort zu pflanzen oder wieder geschützt abzudecken.
Wurzelnackte Pflanzen sollten gar nicht in der Sonne liegen. Schon wenige Minuten direkte Sonneneinstrahlung, insbesondere UV-Strahlung, können die feinen Wurzeln stark schädigen. Deshalb müssen die Pflanzen bis zum Setzen immer vor Sonne, UV-Strahlung und Zugluft geschützt gelagert werden. Am besten bleiben die Wurzeln in einem Pflanz- oder Frischhaltesack, in einem feuchten Tuch oder geschützt in einem Kübel. Entscheidend ist, dass die Wurzeln nicht offen austrocknen und nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.
Wurzelnackte Pflanzen trocknen nicht automatisch aus, solange sie richtig behandelt und gelagert werden. Unter guten Lagerbedingungen können die Wurzeln deutlich mehr aushalten, als man oft vermutet. Wichtig ist, dass die Wurzeln geschützt bleiben und nicht offen Wind, Sonne oder Trockenheit ausgesetzt werden. Bei sachgemäßer Lagerung besteht keine unmittelbare Gefahr des Austrocknens.
Pflanzenschutz
Bei einer Wühlmausplage kann es helfen, natürliche Feinde zu fördern. Greifvögel wie Habicht, Bussard und andere Beutegreifer sowie auch Füchse können dazu beitragen, den Wühlmausbestand zu regulieren. Praktisch bedeutet das: Aufsitzstangen für Greifvögel schaffen, die Fläche für natürliche Jäger zugänglich halten und Lebensräume so gestalten, dass Beutegreifer unterstützt werden. Gerade bei stärkerem Wühlmausdruck können diese natürlichen Gegenspieler ein wichtiger Teil der Bekämpfung sein.
Zum Schutz gegen Wühlmäuse gibt es verschiedene Hilfsmittel. Der Klassiker ist ein Wühlmausgitter beziehungsweise ein Drahtgeflecht, das die Wurzeln im ersten Jahr schützt. Empfehlenswert ist unverzinktes Drahtgeflecht. Verzinkter Draht kann im Wurzelbereich problematisch sein, weil zu viel Zink an die Wurzeln gelangen und dort Schäden verursachen kann. Meist geht es vor allem darum, die junge Pflanze im ersten Jahr zu schützen. Unverzinkter Draht hält diese Phase gut aus und verrottet später im Boden. Solche Wühlmausgitter sind im spezialisierten Zubehörhandel oder in Baumschulen erhältlich.
Zum Schutz vor Wildtieren gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten. Je nach Standort, Wilddruck und Pflanzenart kommen zum Beispiel massive Holzgitter, Kunststoffhüllen, Netzhüllen oder auch chemische beziehungsweise biologische Abwehrmittel infrage. Welche Lösung am besten passt, hängt stark von der konkreten Situation ab. Entscheidend ist, welche Tiere vor Ort vorkommen, wie stark der Verbissdruck ist und welche Pflanzen geschützt werden sollen. Bei Unsicherheit empfiehlt sich eine individuelle Beratung, damit die Schutzmaßnahme zur Pflanzung und zum Standort passt.
Pflanzung
Eine Stütze ist vor allem bei aufgeschulten Pflanzen und Bäumen sinnvoll, die im Verhältnis zu ihrer Wurzel bereits einen hohen oberirdischen Spross haben. Dazu zählen zum Beispiel Obstbäume, Solitärpflanzen oder Zierbäume. Solche Pflanzen können bei Starkregen oder Wind leichter umfallen und sollten in den ersten Jahren gestützt werden. Die hier beschriebenen Wildgehölze brauchen in der Regel keine Stütze. Sie werden in einer Größe gesetzt, in der sie noch keine große Windangriffsfläche haben und gut selbstständig stehen lernen können.
Nach dem Einsetzen der Pflanze und dem Auffüllen des Pflanzlochs sollte die Erde rund um die Pflanze gut angedrückt werden. Dafür reicht es in der Regel, die Erde mit den Füßen vorsichtig anzutreten. Das eigene Körpergewicht genügt normalerweise, um den Boden ausreichend rückzuverdichten. Wichtig ist: Die Erde soll festen Kontakt zu den Wurzeln bekommen, aber nicht komplett verdichtet oder „festgestampft“ werden. So bleibt der Boden stabil, aber dennoch durchlässig.
Das Pflanzloch ist dann groß genug, wenn die Wurzeln der Pflanze vollständig und ohne Knicken, Einrollen oder Zusammendrücken hineinpassen. Ob das Pflanzloch eher breit oder eher tief ausgehoben wird, ist zweitrangig. Entscheidend ist, dass das gesamte Wurzelwerk sauber Platz findet und die Pflanze richtig eingesetzt werden kann.
Die wichtigsten Fehler lassen sich vermeiden, wenn auf ein paar Grundregeln geachtet wird: Die Wurzeln sollen gleichmäßig im Pflanzloch ausgebreitet werden und dürfen nicht geknickt oder eingerollt sein. Die Pflanze soll aufrecht im Pflanzloch stehen und in der richtigen Tiefe gesetzt werden. Nach dem Auffüllen muss die Erde rund um die Pflanze ordentlich angedrückt beziehungsweise angetreten werden, damit die Wurzeln guten Bodenkontakt bekommen. Anschließend wird die Pflanze gut angegossen. Wer diese Punkte beachtet, macht bei der Pflanzung bereits sehr viel richtig.
Wie tief der Boden gelockert werden muss, hängt stark vom Bodentyp ab. Bei schweren, lehmigen oder staunassen Böden kann ein tieferes Pflanzloch sinnvoll sein, damit mögliche Stauschichten durchbrochen werden oder unter der Pflanze eine Drainageschicht eingebracht werden kann. Bei leichten, sandigen Böden reicht meist eine oberflächliche Lockerung aus. Zusätzlich sollte der Bereich rund um die Pflanze, also die Baumscheibe, möglichst frei von starkem Unkrautbewuchs gehalten werden. So hat die junge Pflanze weniger Konkurrenz um Wasser, Nährstoffe und Licht.
Die richtige Pflanztiefe hängt grundsätzlich von der Größe der Pflanze und ihres Wurzelbereichs ab. Je größer der Wurzelballen beziehungsweise das Wurzelwerk ist, desto größer muss auch das Pflanzloch sein.
Entscheidend ist aber bei großen wie kleinen Pflanzen derselbe Punkt: Die Pflanze soll wieder so tief gesetzt werden, wie sie zuvor im Boden gestanden ist. Orientierung gibt der Übergang zwischen oberirdischem Pflanzenteil und Wurzelbereich – oft ist dieser Bereich farblich gut erkennbar. Dieser Punkt sollte wieder ungefähr auf Höhe der Erdoberfläche liegen, mit einer Toleranz von etwa plus/minus einem Zentimeter.
Bei Obstbäumen ist zusätzlich wichtig, dass die Veredelungsstelle deutlich über der Erde bleibt. Bei Wildgehölzen orientiert man sich am ursprünglichen Bodenniveau beziehungsweise am sichtbaren Übergang zwischen Wurzel und Trieb.
Nach dem Einsetzen sollte die Pflanze einmal gut eingeschlämmt werden. Das bedeutet: Die Pflanze wird kräftig angegossen, damit sich die Erde gut um die Wurzeln legt und Hohlräume geschlossen werden. Als Richtwert können zu Beginn etwa 10 Liter Wasser pro Pflanze sinnvoll sein. Dieses gründliche Angießen kann bei Bedarf ein zweites Mal wiederholt werden. Danach sollte man aber darauf achten, die Pflanze nicht dauerhaft zu verwöhnen. Ziel ist, dass sie selbst gut einwurzelt und lernt, sich am Standort zu versorgen.
Für die Pflanzung gibt es verschiedene geeignete Werkzeuge. Neben der Rohdener Haue oder Winkelhaue, wie sie häufig in der Forstwirtschaft verwendet wird, ist auch die Pflanzung im Spatenloch üblich. Je nach Projekt können außerdem Erdbohrer oder bei größeren Pflanzmengen sogar maschinelle Lösungen wie Fräspflüge eingesetzt werden. Welches Werkzeug am besten passt, hängt von mehreren Faktoren ab: verfügbare Mittel, Anzahl der Pflanzen, Gelände, Bodenbeschaffenheit und persönliche Vorlieben. Entscheidend ist weniger das einzelne Werkzeug, sondern dass das Pflanzloch groß genug ist und die Wurzeln sauber eingesetzt werden können.
Eine Verbesserung der Erde kann sinnvoll sein, vor allem bei schweren oder verdichteten Böden. Wichtig ist dabei in erster Linie, die Erde gut aufzulockern und das Bodengemisch durchlässiger zu machen. Bei schweren Böden kann zum Beispiel Sand beigemischt werden, damit die Wurzeln leichter einwachsen können. Zurückhaltung ist bei großen Düngergaben wichtig. Die Erde soll vor allem strukturverbessert werden, nicht überdüngt. Ein lockerer, gut durchdringbarer Boden ist für junge Pflanzen meist hilfreicher als ein stark gedüngtes Pflanzloch.
Dünger im Pflanzloch sollte sehr zurückhaltend eingesetzt werden. Gerade junge Wurzeln reagieren empfindlich, und eine Überdüngung kann sie schädigen oder sogar „verbrennen“. Frischer Kompost und mineralischer Dünger gehören daher nicht direkt ins Pflanzloch. Sinnvoller als ein stark gedüngter Boden ist ein gut gelockerter, durchlässiger Boden, den die Wurzeln leicht durchdringen können. Bodenhilfsstoffe können je nach Situation helfen, das Bodengefüge zu verbessern. Klassische Düngergaben sollten jedoch vorsichtig und nicht direkt an die jungen Wurzeln gebracht werden.
Das Befeuchten der Wurzeln kann unmittelbar vor dem Pflanzen sinnvoll sein, sollte aber mit Vorsicht erfolgen. Durch das Benetzen entsteht mehr feuchte Oberfläche an der Wurzel, wodurch bei Luftzug, Sonne oder längerer Wartezeit sogar eine schnellere Austrocknung begünstigt werden kann. Wenn die Pflanzen direkt danach gesetzt werden, ist ein kurzes Befeuchten möglich. Wichtig ist aber, die Wurzeln anschließend nicht offen liegen zu lassen, sondern sie sofort zu pflanzen oder wieder geschützt abzudecken.
Eine desinfizierte Gartenschere ist nicht immer zwingend notwendig, schadet aber auf keinen Fall. Wenn kein sichtbarer Krankheitsbefall oder Krankheitsdruck an den Pflanzen besteht, ist die Desinfektion nicht dringend erforderlich. Empfehlenswert ist sie trotzdem, weil Krankheiten oft schon vorhanden sein können, bevor man sie eindeutig erkennt. Wenn an kranken oder geschwächten Pflanzen gearbeitet wird, sollte die Gartenschere unbedingt nach dem Schnitt desinfiziert werden. Dafür eignet sich ein geeignetes Desinfektionsmittel oder das gründliche Reinigen mit heißem Wasser.
Nein. Die Wurzeln sollten nicht ins Pflanzloch hineingedrückt, eingerollt oder „hineingewurschtelt“ werden. Wenn Wurzeln verdreht oder geknickt eingesetzt werden, kann es zu Drehwuchs kommen. Dabei wachsen die Wurzeln ungünstig weiter und können die Pflanze im schlimmsten Fall selbst abschnüren. Wichtig ist, dass das Pflanzloch groß genug ist und die Wurzeln gleichmäßig und locker darin Platz finden. Sind einzelne Wurzeln zu lang oder beschädigt, sollten sie sauber und maßvoll eingekürzt werden, statt sie einzurollen.
Ja, die Wurzeln können vor dem Pflanzen leicht eingekürzt werden. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn einzelne Wurzelteile beschädigt, überlang oder ungünstig geformt sind und sich schwer sauber ins Pflanzloch legen lassen. Durch das leichte Zurückschneiden entsteht ein gleichmäßigerer Wurzelbereich, der besser eingesetzt werden kann. Ein weiterer Vorteil: Saubere Schnittstellen regen die Bildung neuer Feinwurzeln und Verzweigungen an. Wichtig ist aber, die Wurzeln nur maßvoll zu schneiden. Sie dürfen nicht zu stark eingekürzt werden, damit das Verhältnis zwischen Spross und Wurzel erhalten bleibt. Die Pflanze soll angepasst werden, nicht „totgestutzt“.
Das Einkürzen der Pflanze hat mehrere Vorteile. Ein Rückschnitt fördert die Verzweigung, besonders wenn man eine schöne, mehrtriebige Pflanze erzielen möchte. Dafür schneidet man etwa einen Zentimeter oberhalb eines Triebs zurück. Außerdem erleichtert ein kürzerer oberirdischer Pflanzenteil das Anwachsen. Je weniger Sprossmasse die Wurzeln unmittelbar nach dem Setzen versorgen müssen, desto leichter kann die Pflanze einwurzeln und kräftig austreiben.
Wurzelnackte Pflanzen können vor dem Setzen eingeschlämmt werden. Dafür wird ein sehr nasses Erde-Wasser-Gemisch oder ein Sand-Erde-Wasser-Gemisch angerührt, in das die Wurzeln kurz eingetaucht werden. Das kann helfen, die Wurzeln gut zu benetzen und ihnen direkten Kontakt zu feuchter Erde zu geben. Nicht empfehlenswert ist es, wurzelnackte Pflanzen einfach in einen Kübel mit reinem Wasser zu stellen. Es sind keine Wasserpflanzen; die Wurzeln brauchen Erde beziehungsweise ein feuchtes Erdgemisch, nicht bloß Wasser.
Wurzelnackte Pflanzen sollten gar nicht in der Sonne liegen. Schon wenige Minuten direkte Sonneneinstrahlung, insbesondere UV-Strahlung, können die feinen Wurzeln stark schädigen. Deshalb müssen die Pflanzen bis zum Setzen immer vor Sonne, UV-Strahlung und Zugluft geschützt gelagert werden. Am besten bleiben die Wurzeln in einem Pflanz- oder Frischhaltesack, in einem feuchten Tuch oder geschützt in einem Kübel. Entscheidend ist, dass die Wurzeln nicht offen austrocknen und nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.
Eine gute Bodenvorbereitung ist sinnvoll. Entscheidend ist vor allem, dass der Boden locker, leicht und gut durchlässig ist. Wichtiger als große Mengen Kompost im ersten Jahr ist ein Boden, den die jungen Wurzeln gut durchdringen können. Eine zusätzliche Bodenverbesserung oder Düngung kann später, etwa im zweiten oder dritten Jahr, erfolgen. Beim Pflanzen selbst sollte der Fokus darauf liegen, den Pflanzen einen gut gelockerten und durchlässigen Startbereich zu schaffen.
Bei schweren oder verdichteten Böden sollte der Boden vor dem Pflanzen gut aufgelockert werden. Wenn eine stauende Schicht vorhanden ist und Wasser schlecht abfließen kann, kann im unteren Bereich des Pflanzlochs eine Drainageschicht, zum Beispiel mit Schotter, sinnvoll sein. Zusätzlich kann die Pflanzerde teilweise mit Sand vermischt werden, damit ein durchlässigeres Bodengemisch entsteht. So können sich die Wurzeln leichter ausbreiten und besser einwachsen.
Der erforderliche Abstand richtet sich sowohl nach der Entfernung zum Nachbargrundstück als auch nach der gewählten Heckenart. Zur Grundstücksgrenze sollte ausreichend Platz eingeplant werden, als Richtwert gilt ein Abstand von mindestens etwa einem Meter. Der Pflanzabstand innerhalb der Hecke hängt vom Wuchs der Gehölze und dem gewünschten Endergebnis ab.
Bei großwachsenden Arten kann ein Abstand von bis zu 1,5 Meter zwischen den einzelnen Pflanzen sinnvoll sein, so können sie ihren natürlichen Habitus entwickeln. Für eine dichtere Sichtschutzhecke kann der Pflanzabstand auf bis zu 80 Zentimetern verringert werden.
Bei genügend Platz empfiehlt sich eine zweireihig versetzte Pflanzung, als quasi im Zick-Zack, so haben die einzelnen Pflanzen mehr Platz und sie bilden eine besinders dichte Hecke.
Wichtig ist, das Pflanzloch ausreichend groß auszuheben, damit die Wurzeln vollständig und ohne Knicken oder Einrollen hineinpassen. Die Pflanze wird so eingesetzt, dass der Übergang zwischen Wurzel und oberirdischem Pflanzenteil wieder auf Höhe der Erdoberfläche liegt. Danach wird die Erde sauber eingefüllt und rund um die Pflanze gut angedrückt, damit die Wurzeln Kontakt zum Boden bekommen.
Die beste Pflanzzeit für Wildgehölze ist der Herbst. In dieser Zeit ist der Boden noch relativ warm, und die Pflanzen können vor dem Winter bereits gut anwurzeln. Gleichzeitig profitieren sie über die Wintermonate von der natürlichen Bodenfeuchtigkeit. Das schafft gute Voraussetzungen für einen kräftigen Start im Frühjahr.
Pflege
Eine Stütze ist vor allem bei aufgeschulten Pflanzen und Bäumen sinnvoll, die im Verhältnis zu ihrer Wurzel bereits einen hohen oberirdischen Spross haben. Dazu zählen zum Beispiel Obstbäume, Solitärpflanzen oder Zierbäume. Solche Pflanzen können bei Starkregen oder Wind leichter umfallen und sollten in den ersten Jahren gestützt werden. Die hier beschriebenen Wildgehölze brauchen in der Regel keine Stütze. Sie werden in einer Größe gesetzt, in der sie noch keine große Windangriffsfläche haben und gut selbstständig stehen lernen können.
Die wichtigsten Fehler lassen sich vermeiden, wenn auf ein paar Grundregeln geachtet wird: Die Wurzeln sollen gleichmäßig im Pflanzloch ausgebreitet werden und dürfen nicht geknickt oder eingerollt sein. Die Pflanze soll aufrecht im Pflanzloch stehen und in der richtigen Tiefe gesetzt werden. Nach dem Auffüllen muss die Erde rund um die Pflanze ordentlich angedrückt beziehungsweise angetreten werden, damit die Wurzeln guten Bodenkontakt bekommen. Anschließend wird die Pflanze gut angegossen. Wer diese Punkte beachtet, macht bei der Pflanzung bereits sehr viel richtig.
Ja, Mulchen kann sehr sinnvoll sein. Eine Mulchdecke kann helfen, den Unkrautdruck zu verringern, die Bodenfeuchtigkeit länger zu halten und den Boden vor Erosion zu schützen. Gerade bei frisch gesetzten Pflanzen kann das ein Vorteil sein. Wichtig ist aber, das richtige Material zu verwenden und nicht zu viel aufzubringen. Frisch gemähtes Gras ist nur bedingt geeignet, weil es den Boden ungünstig beeinflussen kann. Besser geeignet sind zum Beispiel gehäckseltes Elefantengras oder Hackschnitzel. Rindenmulch kann ebenfalls verwendet werden, sollte aber mit Vorsicht eingesetzt werden. Zu beachten ist außerdem, dass Mulch beim Verrotten Stickstoff bindet. Dieser Stickstoff steht der Pflanze vorübergehend nicht zur Verfügung, wodurch es zu Mangelerscheinungen oder gelblichen Blättern kommen kann. Mulchen ist also sinnvoll, sollte aber maßvoll und mit geeignetem Material erfolgen.
Wie oft gegossen werden muss, hängt stark vom Wetter und vom Standort ab. Wenn es regelmäßig Niederschlag gibt, sollte möglichst wenig zusätzlich gegossen werden. Die Pflanze soll selbst Wurzeln bilden und aktiv nach Wasser suchen. Zu häufiges Gießen kann kontraproduktiv sein, weil die Pflanze dadurch „verwöhnt“ wird und weniger tief einwurzelt. Als Orientierung sind zu Beginn etwa drei kräftige Wassergaben mit jeweils rund 15 Litern möglich. Danach sollte die Pflanze zunehmend selbstständig am Standort zurechtkommen.
Nach dem Einsetzen sollte die Pflanze einmal gut eingeschlämmt werden. Das bedeutet: Die Pflanze wird kräftig angegossen, damit sich die Erde gut um die Wurzeln legt und Hohlräume geschlossen werden. Als Richtwert können zu Beginn etwa 10 Liter Wasser pro Pflanze sinnvoll sein. Dieses gründliche Angießen kann bei Bedarf ein zweites Mal wiederholt werden. Danach sollte man aber darauf achten, die Pflanze nicht dauerhaft zu verwöhnen. Ziel ist, dass sie selbst gut einwurzelt und lernt, sich am Standort zu versorgen.
Es gibt verschiedene Zusätze und Bodenhilfsstoffe, die beim Anwachsen unterstützen können. Viele Produkte können sinnvoll sein und werden auch in der Baumschule eingesetzt. Gerade im ersten Jahr ist jedoch Zurückhaltung wichtig. Die junge Pflanze soll zunächst selbst anwurzeln, sich stabilisieren und am Standort etablieren. Zusätze, Düngung oder weitere Beimengungen können später, etwa im zweiten oder dritten Jahr, gezielter eingesetzt werden. Direkt bei der Pflanzung ist ein lockerer, gut durchlässiger Boden wichtiger als viele zusätzliche Mittel.
Dünger im Pflanzloch sollte sehr zurückhaltend eingesetzt werden. Gerade junge Wurzeln reagieren empfindlich, und eine Überdüngung kann sie schädigen oder sogar „verbrennen“. Frischer Kompost und mineralischer Dünger gehören daher nicht direkt ins Pflanzloch. Sinnvoller als ein stark gedüngter Boden ist ein gut gelockerter, durchlässiger Boden, den die Wurzeln leicht durchdringen können. Bodenhilfsstoffe können je nach Situation helfen, das Bodengefüge zu verbessern. Klassische Düngergaben sollten jedoch vorsichtig und nicht direkt an die jungen Wurzeln gebracht werden.
Eine desinfizierte Gartenschere ist nicht immer zwingend notwendig, schadet aber auf keinen Fall. Wenn kein sichtbarer Krankheitsbefall oder Krankheitsdruck an den Pflanzen besteht, ist die Desinfektion nicht dringend erforderlich. Empfehlenswert ist sie trotzdem, weil Krankheiten oft schon vorhanden sein können, bevor man sie eindeutig erkennt. Wenn an kranken oder geschwächten Pflanzen gearbeitet wird, sollte die Gartenschere unbedingt nach dem Schnitt desinfiziert werden. Dafür eignet sich ein geeignetes Desinfektionsmittel oder das gründliche Reinigen mit heißem Wasser.
Ja, die Wurzeln können vor dem Pflanzen leicht eingekürzt werden. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn einzelne Wurzelteile beschädigt, überlang oder ungünstig geformt sind und sich schwer sauber ins Pflanzloch legen lassen. Durch das leichte Zurückschneiden entsteht ein gleichmäßigerer Wurzelbereich, der besser eingesetzt werden kann. Ein weiterer Vorteil: Saubere Schnittstellen regen die Bildung neuer Feinwurzeln und Verzweigungen an. Wichtig ist aber, die Wurzeln nur maßvoll zu schneiden. Sie dürfen nicht zu stark eingekürzt werden, damit das Verhältnis zwischen Spross und Wurzel erhalten bleibt. Die Pflanze soll angepasst werden, nicht „totgestutzt“.
Das Einkürzen der Pflanze hat mehrere Vorteile. Ein Rückschnitt fördert die Verzweigung, besonders wenn man eine schöne, mehrtriebige Pflanze erzielen möchte. Dafür schneidet man etwa einen Zentimeter oberhalb eines Triebs zurück. Außerdem erleichtert ein kürzerer oberirdischer Pflanzenteil das Anwachsen. Je weniger Sprossmasse die Wurzeln unmittelbar nach dem Setzen versorgen müssen, desto leichter kann die Pflanze einwurzeln und kräftig austreiben.